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Freitag, 2.4.2010

Cern - die grosse Suche nach den kleinsten Teilchen

Woraus besteht die Welt? Was ist Antimaterie? Und wie entstand unser Universum? Solche grundlegenden Fragen versuchen Physiker am grössten Teilchen-Physik-Labor der Welt, am Cern bei Genf, zu beantworten.

Das Cern entstand Mitte der 50er-Jahre als Gemeinschaftsprojekt von zwölf europäischen Staaten. Ursprünglich als Institut für Nuklearforschung gedacht, widmeten sich die Forscher und Forscherinnen schon bald der Suche nach den kleinsten Teilchen, aus denen Materie besteht. In riesigen Beschleunigeranlagen werden Elementarteilchen auf nahezu Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und zur Kollision gebracht. Dabei werden die Elementarteilchen für Bruchteile von Sekunden entweder in noch kleineren Einheiten gespalten oder sie verbinden sich zu anderen Teilchen.

Bis ins Jahr 2000 wurden diese Versuche im Cern im so genannten «Large Electron-Positron Collider» (LEP) durchgeführt, einem Ringbeschleuniger von 27 Kilometern Länge, der sich 100 Meter unter dem Boden befand. Danach wurde im Tunnel des LEPs die neue Versuchsanlage aufgebaut: der «Large Hadron Collider» (LHC), der im September 2008 seinen Betrieb aufgenommen hat. Kurz nach dem Start kam es zu einem Betriebsunfall: Technische Probleme beschädigten das Kühlsystem der Anlage - ein Totaldefekt war die Folge, und die Tests mussten eingestellt werden. Nach Reparaturarbeiten mit Kosten in Millionenhöhe nahm der LHC am 20. November 2009 den Betrieb wieder auf.

Man verspricht sich viel vom «Large Hadron Collider»: In dieser modernsten und grössten Anlage der Welt hoffen Physiker beispielsweise den Nachweis für das «Higgs-Boson» zu erbringen, ein Elementarteilchen, das bislang nur in der Theorie existiert.

Das Cern ist heute das grösste Forschungszentrum für Teilchenphysik. Mittlerweile beteiligen sich 20 Staaten am Zentrum und es beschäftigt über 3000 Mitarbeitende.

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Teilchenphysik - das sollten Sie wissen

Die Geschichte des Teilchenzoos

Cern.ch - ausgewählte Links


30.03.2010

«Historischer Moment»: Cern-Forschern gelingen erste Teilchencrashs

Nach drei Anläufen ist es geschafft: Mit bislang unerreichter Energie wurden am Genfer Teilchenforschungszentrum Cern Atomkerne aufeinandergeschossen.   Mehr


Wissenschaft DRS 2 vom Samstag, 3.4.2010, 12.40 Uhr, DRS 2

Erste Teilchenkollisionen am Cern in Genf

Letzten Dienstag war es soweit: Im Teilchenbeschleuniger LHC am Cern kollidierten Protonen erstmals bei der noch nie erreichten Energie von 7 Tera-Elektronenvolt. Das grösste physikalische Experiment der Welt erreichte einen wichtigen Meilenstein in seiner langen Geschichte.


    • Mehr
  • Hören (8:47)

Samstag, 21.11.2009

«Urknallmaschine» erfolgreich angeschaltet

Nach monatelangen Reparaturen ist die grösste Forschungsmaschine der Welt, der Teilchenbeschleuniger, im Cern in Genf wieder angeschaltet. Die Forscher erhoffen sich Antworten über die Entstehung des Universums.  Mehr


Freitag, 20.11.2009

Cern nimmt den LHC wieder in Betrieb

Die Forscher am europäischen Kernforschungsinstitut Cern wollen den Teilchenbeschleuniger LHC wieder anlaufen lassen. Er musste vor über einem Jahr kurz nach dem ersten Start wegen technischer Defekte abgestellt werden.  Mehr


Kontext vom Mittwoch, 4.11.2009, 09.06 Uhr, DRS 2

Cern-Direktor: «Der zweite Start muss gelingen»

Im Oktober 2008 kam es am Cern bei Genf zu einem Fehlstart: Beim Teilchenbeschleuniger LHC führten Material- und Konstruktionsfehler zu einem Totaldefekt. Nun soll voraussichtlich am 9. November dieser so genannte Large Hadron Collider zum zweiten Mal gestartet werden.   Mehr

Hören (27:47)Download (MP3, 12.9MB)


Wissenschaft DRS 2 vom Samstag, 13.12.2008, 12.40 Uhr, DRS 2

LHC-Panne: Bis nächsten Sommer wird repariert

Mit grossem Medienwirbel wurde der Large Hadron Collider (LHC) am Kernforschungszentrum CERN in Genf Mitte September in Betrieb genommen. Nur ein paar Tage später stand er wieder still. Jetzt ist klar, dass der LHC erst wieder im Sommer 2009 eingeschaltet werden kann.


    • Mehr
  • Hören (6:30)

Tagesgespräch vom Mittwoch, 10.9.2008, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

«In der Physik braucht es viel Intuition»

Der heutige Tag wird in die Wissenschaftsgeschichte eingehen. Die neue Teilchen-Kollisionsmaschine ist am Cern bei Genf zum ersten Mal in Gang gesetzt worden.   Mehr

Hören (24:37)Download (MP3, 11.5MB)


Kontext vom Mittwoch, 10.9.2008, 09.05 Uhr, DRS 2

Die Protonen sind unterwegs

Nach jahrelanger Bauzeit ist der Teilchenbeschleuniger am Europäischen Laboratorium für Teilchenphysik Cern erfolgreich in Betrieb genommen worden.


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  • Hören (8:23)

Kontext vom Mittwoch, 10.9.2008, 09.05 Uhr, DRS 2

Was hat der LHC mit dem Universum zu tun?

Im Cern wird nach den kleinsten Teilchen gesucht, um etwas Riesiges zu erforschen: den Kosmos. Ruth Durrer ist Professorin für theoretische Physik an der Universität in Genf, ihr Fachgebiet ist Kosmologie. Im Interview erklärt sie die Hintergründe und Zusammenhänge des LHC-Experiments und warum die winzigen Teilchen so wichtig sind, um das Universum zu verstehen.


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  • Hören (19:57)

Kontext vom Mittwoch, 10.9.2008, 09.05 Uhr, DRS 2

Neues Zeitalter für die Teilchenphysik

Mit dem Start des neuen Teilchenbeschleunigers LHC bricht für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen eine neue Zeit an. Das zumindest erhofft man sich am Cern. Die Experimente im LHC sollen einige der grossen Fragen klären, die in der Teilchenphysik noch offen sind.


    • Mehr
  • Hören (14:47)

Kontext vom Mittwoch, 10.9.2008, 09.05 Uhr, DRS 2

Ein einzelner Forscher erreicht nichts

Das Cern hat über die Jahrzehnte nicht nur der Wissenschaft neue Erkenntnisse gebracht. Am Institut entwickelte sich auch eine spezielle Form der Zusammenarbeit unter WissenschaftlerInnen. Im Zentrum steht nicht der Einzelne, sondern die Gruppe. Nur so sind in diesem extremen Forschungsgebiet überhaupt bedeutende Ergebnisse zu erzielen.


    • Mehr
  • Hören (15:28)

Blickpunkt Religion vom Sonntag, 7.9.2008, 08.08 Uhr, DRS 2

Experiment am Cern: Spielen wir Gott?

Mit einer neuen Anlage versuchen Wissenschaftler am Kernforschungszentrum Cern in Genf den Urknall zu simulieren. Schauen sie dabei Gott in die Karten oder spielen sie womöglich selber Gott? Fragen an den Physiker und Theologen Hans-Rudolf Stadelmann.


    • Mehr
  • Hören (5:14)

Kontext vom Mittwoch, 3.9.2008, 09.05 Uhr, DRS 2

LHC - der neue Teilchenbeschleuniger am Cern

Nach über 15 Jahren Planungs- und Bauzeit geht nächsten Mittwoch der neue Teilchenbeschleuniger LHC am Cern in Betrieb. Hören Sie eine Reportage über die Entstehungsgeschichte, die wissenschaftlichen Ziele und übers Cern als soziale Gemeinschaft.  Mehr

Hören (29:35)Download (MP3, 13.7MB)


T wie Teilchenbeschleuniger

Hörpunkt, DRS2, 2.12.2006, 09:33
Was genau ist ein Teilchenbeschleuniger? Was macht man damit und was erhofft man sich von den Experimenten, die damit durchgeführt werden?


  • Hören (9:32)

Erklären Teilchenbeschleuniger die Welt?

Hörpunkt, DRS2, 2.6.2005, 31:17
Begleiten Sie Wissenschaftsredaktor Christian Heuss bei seiner Reportage am Cern und einem Gedankenspaziergang durch Masse, Zeit, Raum und Energie.


  • Hören (31:17)

Die faszinierende Gegenwelt zur Materie: Antimaterie

Kontext, DRS2, 27.2.2002, 29:40
Teilchenphysiker Klaus Pretzl von Cern erzählt von der Spiegelbild-Welt der Antimaterie und ihrer Erforschung.


  • Hören (29:30)

Verantwortlich für dieses Dossier:

DRS 2 Online


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6 Fragen zu Cern

Riesige Tunnel, um kleinste Teilchen zu erforschen: Testen Sie Ihr Wissen über das Zentrum der Teilchenphysik.

Damals

Forschung an Elementarteilchen
Aula, DRS2, 10.8.1988, 10:15
Was wusste man vor 20 Jahren über Elementarteilchen und Teilchenbeschleuniger? Ein Bericht von 1988 anlässlich des 24. Kongresses über Hochenergiephysik in München.

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