Doku-Filme holen Preise an Solothurner Filmtagen
Musiktherapeut im Film «Nel giardino dei suoni». (zvg)
«Ein unterdurchschnittlicher Jahrgang»
Sowohl der Jury- wie auch der Publikumspreis der 45. Solothurner Filmtage ging an zwei Dok-Streifen über Tanz und Musik.
Jurypreis für «Nel giardino dei suoni»
Der mit 60'000 Schweizer Franken dotierte Hauptpreis der 45. Solothurner Filmtage geht an die Dokumentation «Nel giardino dei suoni» (Im Garten der Klänge). Die Jury würdigte den Film des Basel lebenden italienischen Regisseurs Nicola Belluci über einen blinden Musiktherapeuten als «machtvolles Manifest der Menschenwürde».
Der Jurypreis «Prix de Soleure» wurde zum zweiten Mal vergeben. Die Auszeichnung ist für einen herausragenden Spiel- oder Dokumentarfilm bestimmt, der durch einen ausgeprägten Humanismus überzeugt und diesen in eindrucksvoller Form filmisch darstellt, wie es heisst.
Publikumspreis für «Bödälä»
In der Gunst des Publikums stand erstmals ebenfalls ein Dokumentarfilm zuoberst. Die Zürcher Filmerin Gitta Gsell erhielt für ihren rasanten Tanzfilm «Bödälä - Dance the Rhythm» den Publikumspreis. Dieser ist mit 20'000 Franken dotiert. Der «Prix du Public» wurde zum vierten Mal verliehen.
Über 50'000 Filmfans in Solothurn
Die 45. Solothurner Filmtage haben beim Publikumsaufmarsch einen Rekord verzeichnet. Die diesjährigen Filmtage, die einen Tag länger dauerten als in früheren Jahren, zählten erstmals mehr als 50'000 Besucher.
Grosses Familienepos
Die grosse Entdeckung bei den Spielfilmen war «La guerre est finie» (Der Krieg ist vorbei) des in La-Chaux-de-Fonds lebenden Regisseurs Mitko Panov. Das Publikum brachte dem Familienepos, das im Kosovo und teilweise in der Schweiz spielt, viel Sympathie entgegen. (acd, dpa)
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