Bluffen mit Substanz: «Tell»-Wissen in Kürze
Willhelm Tell-Statue in Altdorf. (key)
Dieses Stück müssen alle kennen: «Wilhelm Tell» von Friedrich von Schiller, die Geschichte unseres Nationalhelden und der eidgenössischen Unabhängigkeit. Heute feiert das Stück sein 205. Jubiläum. Wer es nicht oder lange nicht mehr gelesen hat, kann trotzdem mit Literaturwissen bluffen.
So gehts: Die folgenden Zitate einfach in einem möglichst passenden Moment in die Runde werfen und mit Literatur-Wissen punkten. Die ganze Story in Kürze findet Ihr gleich in der rechten Spalte.
«Die Axt im Haus erspart den Zimmermann»
Dies sagt Tell zu seiner Frau Hedwig, nachdem er eigenhändig das Tor repariert hat und es ihr so intakt zurücklässt, während er selbst nach Altdorf (und in sein Verderben) geht. Heute auch ein beliebtes Sprichwort.
«Die Schlange sticht nicht ungereizt»
Tell ist den Unabhängigkeitsgedanken der Eidgenossen zunächst abgeneigt; er will auch unter den fremden Vögten seine Ruhe und denkt, wenn sie in Ruhe gelassen würde, würden sie auch die Eidgenossen in Ruhe lassen. Als sein Streit mit Gessler eskaliert, sieht er seinen Irrtum ein.
«Den schreckt der Berg nicht, der darauf geboren»
Vor seinem Aufbruch nach Altdorf hat Tell eine Auseinandersetzung mit seiner Frau Hedwig. Diese wirft ihm vor, als Alphirt zu oft in den gefährlichen Bergen unterwegs zu sein und sie bangend zurückzulassen. Doch Tell vertraut auf seine gesunden Sinne, auf Gott und auf seine Kenntnisse seiner Heimat (so kommt das Zitat zu Stande).
«Verbunden werden auch die Schwachen mächtig»
Dies spricht der Schwyzer Stauffacher, der sich schon vor Tell über einen Aufstand gegen die Habsburger Gedanken macht. Bei Tell stösst er damit aber vorerst auf taube Ohren (siehe oben).
«Allzu straff gespannt, zerspringt der Bogen»
Dies spricht Rudenz kurz vor dem berühmten Apfelschuss. Er, der durchaus Sympathien für die Habsburger hat und sich mit einer der ihren verheiraten will, erkennt Gesslers Wahnsinn und möchte ihn davon abhalten, Tell zum Apfelschuss zu zwingen. Rudenz lässt hiermit erstmals negative Gefühle gegen die Unterdrücker zu, kann Gessler aber nicht aufhalten.
