Nur knapp schwarze Zahlen bei Toyota
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- Sonntag, 11.3.2012: Schweigeminute für die Opfer
- Samstag, 10.3.2012: Regierung war früh über Kernschmelze informiert
- Montag, 5.3.2012: Katastrophe bewirkte Wertewandel in Japan
- Mittwoch, 22.2.2012: Meeresboden vor Fukushima wird zubetoniert
- Montag, 26.12.2011: Fukushima-Bericht erhebt schwere Vorwürfe
- Mittwoch, 21.12.2011: Vier Jahrzehnte bis Fukushima ruht
Erdbeben und Tsunami in Japan sowie die Nuklearkatastrophe haben den weltgrössten Autobauer Toyota im ersten Geschäftsquartal schwer getroffen. Der Gewinn von April bis Juni betrug noch umgerechnet knapp 12 Millionen Franken, 99,4 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode.
Insgesamt setzte Toyota von April bis Juni weltweit 1,221 Millionen Autos ab - knapp 600'000 weniger als im Vorjahr. Vor allem im Heimatland ging der Absatz stark zurück.
Operativer Verlust in Milliardenhöhe
Dass der japanische Konzern nicht in die roten Zahlen rutschte, lag vor allem an einer Steuergutschrift und Gewinnen aus Beteiligungen. Operativ fuhr Toyota einen Verlust von knapp 1,1 Milliarden Franken ein. Der Umsatz sank um knapp 30 Prozent auf gut 35 Milliarden Franken. Auch die Aufwertung des Yen und der damit verbundene teurere Export machte dem Autobauer zu schaffen.
Dennoch blickt Toyota positiv in die Zukunft. Der Konzern hob seine Jahresgewinnprognose auf knapp 4 Milliarden Franken an. Im Vergleich zum Vorjahr stellt die neue Schätzung einen erheblich geringeren Gewinnrückgang dar, als zunächst wegen der Folgen von Erdbeben und Tsunami erwartet wurde. Der Umsatz wird im Gesamtjahr 2011/2012 bei rund 190 Milliarden Franken gesehen und würde damit sogar den Umsatz des Vorjahres übertreffen.
Ausrichtung auf China und Indien
Nach Konzernangaben sollen vor allem Kostenreduzierungen zu einem guten Ergebnis beitragen. Toyota hatte bereits vor einigen Monaten zu einer Erneuerung geblasen - etwa der Neuausrichtung auf Wachstumsmärkte wie China und Indien. Millionfache Rückrufe und die globale Rezession hatten Toyota zuletzt ausgebremst.
Der von dem Erdbeben ausgelöste Tsunami vom 11. März hatten allen japanischen Autobauern enorme Produktionsausfälle und Absatzprobleme beschert. Vor allem im Nordosten des Inselstaates wurden Produktionsstätten zerstört und Lieferketten unterbrochen. Etliche Toyota-Fabriken mussten ihre Produktion unterbrechen.
Bis zum Abschluss des Geschäftsjahres Ende März 2012 will das Unternehmen jedoch kräftig nachlegen - und 7,6 Millionen Fahrzeuge verkauft haben. (pet, dpa)
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