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Freitag, 16.12.2011

Japans Regierung erklärt Fukushima für sicher

Im März bebte in Japan die Erde und ein Tsunami sorgte für eine der grössten Atomkatastrophen weltweit. Neun Monate später verkündet die Regierung, das zerstörte Kraftwerk Fukushima sei unter Kontrolle. Umweltschützer sind skeptisch.

Blick auf die Atomruine von Fukushima, hier auf einem Bild vom November 2011. (Reuters)

Fukushima: «Die Behörden versuchen es mit einer Beruhigungs-Strategie»

Der japanische Premierminister Noda hat die Krisenphase in Fukushima für beendet erklärt. Das Kühlwasser in den Reaktoren koche nicht mehr, die Kernspaltung sei beendet, die Radioaktivität nehme nicht mehr zu.  Mehr

DRS 4 aktuell vom Freitag, 16.12.2011, 08.47 Uhr, DRS 4 News

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Japans Regierung hat die zerstörte Atomanlage in Fukushima für sicher erklärt. Neun Monate nach dem schweren Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami sei das Ziel eines so genannten «Cold Shutdown» erreicht, teilten die Behörden mit.

Voraussetzung für Rückkehr
Ministerpräsident Yoshihiko Noda sagte vor den Medien, es träten nun nicht länger beträchtliche Mengen an Radioaktivität in die Umgebung aus. Die Kaltabschaltung ist eine von mehreren Voraussetzungen dafür, dass rund 80'000 evakuierte Bewohner in ihre Heimat zurückkehren können.

Nach der Definition der Regierung und des Betreibers der Anlage liegt diese Kaltabschaltung vor, wenn die Temperatur am Boden der Druckbehälter unter 100 Grad gehalten wird. Umweltschützer kritisieren das als eine bewusste Irreführung der Bevölkerung. Der Begriff Kaltabschaltung werde eigentlich nur für intakte Atomkraftwerke verwendet, etwa wenn die Brennstäbe ausgewechselt werden.

Wohin mit dem verseuchten Wasser?

Bei der Katastrophe im März war das Kühlsystem so schwer beschädigt worden, dass in den Reaktoren 1 bis 3 die Brennstäbe vollständig schmolzen. Die Reaktorkammern müssen auch jetzt weiter mit Wasser bespritzt werden, um sie zu kühlen. Eines der grössten Probleme für die Betreiber des Kraftwerks stellt die Entsorgung des radioaktiv verseuchten Wassers dar. Zudem dringt laufend Grundwasser in das schwer beschädigte Werk ein. (ank/acct, dpa)

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Dossier, Letztes Update: Sonntag, 11.3.2012

Japan: Erdbeben- und Atomkatastrophe

Am 11. März 2011 löste ein Beben der Stärke 9,0 vor der Ostküste Japans einen Tsunami aus, der weite Küstenstriche und ganze Städte zerstörte. Er beschädigte auch ein AKW und löste damit den atomaren Notstand aus.

Die Atomkatastrophe in Japan (Bildstrecke)
Die Atomkatastrophe in Japan
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