Japans AKW-Stresstests bestehen Prüfung
- Samstag, 5.5.2012: Japan vorübergehend ohne Atomstrom
- Sonntag, 11.3.2012: Schweigeminute für die Opfer
- Samstag, 10.3.2012: Regierung war früh über Kernschmelze informiert
- Montag, 5.3.2012: Katastrophe bewirkte Wertewandel in Japan
- Mittwoch, 22.2.2012: Meeresboden vor Fukushima wird zubetoniert
- Montag, 26.12.2011: Fukushima-Bericht erhebt schwere Vorwürfe
- Mittwoch, 21.12.2011: Vier Jahrzehnte bis Fukushima ruht
Japans Atomsicherheitstests entsprechen «allgemein» den Standards der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA. Zu diesem Ergebnis kommt ein Bericht der IAEA, der von der japanischen Behörde für die Sicherheit der Nuklear- und Industrieanlagen (NISA) vorgelegt wurde.
Es bedürfe jedoch weiterer Inspektionen auch nach Abschluss der «Stresstests», heisst es darin. Eine zehnköpfige Expertengruppe der Wiener Atombehörde hatte sich auf Tokios Bitte hin neun Tage in Japan aufgehalten, um die nach dem schweren Atomunfall in Fukushima von der Regierung angeordneten Sicherheitstests an den Atomanlagen im Lande zu prüfen.
Mit den sogenannten Stresstests soll geprüft werden, inwieweit Japans Atomkraftwerke schweren Katastrophen wie Erdbeben, Tsunami und Stromausfälle standhalten können. Japans Atomaufsicht müsse sicherstellen, dass alle zukünftigen Massnahmen der Atombetreiber angemessen dokumentiert und überprüft werden, heisst es laut Medien in dem Abschlussbericht der IAEA weiter.
Japan bald ohne Atomstrom
Von Japans 54 Atommeilern erzeugen wegen routinemässiger Wartungsarbeiten gegenwärtig nur noch drei Strom. Sobald die drei restlichen Meiler ebenfalls bis Ende April abgeschaltet werden, ist die fernöstliche Inselnation atomstromfrei.
Bis zum GAU im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins deckten die Atomkraftwerke 30 Prozent des Strombedarfs, inzwischen sind es weniger als drei Prozent. Die Betreiber haben deswegen stillgelegte Thermalkraftwerke wieder angefahren.
Lokale Behörden lassen AKW abgeschaltet
Atomreaktoren werden in Japan alle 13 Monate für eine Wartung heruntergefahren. Ans Netz dürfen die Anlagen erst wieder, wenn die lokalen Behörden zugestimmt haben. Seit der Katastrophe in Fukushima ist dies jedoch angesichts grosser Sorgen im Volk über die Sicherheit der AKW nicht mehr geschehen. Zudem ist der Genehmigungsprozess sehr zeitaufwendig.
Im Atomkraftwerk Fukushima waren mehrere Reaktoren in Folge des schweren Erdbebens und Tsunamis vom 11. März 2011 schwer beschädigt worden. In den Reaktoren kam es zu Kernschmelzen; in die Luft, den Boden und ins Meer gelangte massenhaft Radioaktivität. (luek, dpa)
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