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Freitag, 25.5.2012

Kofi Annan reist nach Damaskus

Trotz Friedensplan ruhen die Waffen in Syrien nicht: Die syrische Armee soll auf friedliche Demonstranten geschossen haben. Uno-Sondervermittler Annan will bald nach Damaskus reisen, um mit Vertretern beider Konfliktparteien zu sprechen.
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Der Uno-Sondervermittler für Syrien, Kofi Annan, wird erneut in Damaskus erwartet. Der Beauftragte von Uno und Arabischer Liga wolle direkte Gespräche mit den Behörden des Regimes führen, sagte ein Uno-Sprecher in New York.

Annan werde auch mit der Opposition reden. Zudem wolle der frühere Uno-Generalsekretär mit den Anrainerstaaten über die Krise sprechen. Wann Annan reist, wollte der Sprecher aus Sicherheitsgründen nicht sagen.

Keine Waffenruhe
Aus syrischen Regierungskreisen hatte es zuvor geheissen, Annan werde an diesem Montag in der Hauptstadt Damaskus erwartet. Er wolle auch die Uno-Beobachter treffen.

Seit das Regime vor 14 Monaten begann, friedliche Proteste mit Gewalt niederzuschlagen, sind nach Uno-Angaben mehr als 10‘000 Menschen ums Leben gekommen. Im April waren Uno-Beobachter als Teil des Annan-Friedensplanes nach Syrien geschickt worden. Sie sollen eine Waffenruhe überwachen, die bisher nur auf dem Papier existiert.

Schüsse auf Demonstranten
Syrische Truppen schossen am Freitag in der nördlichen Grossstadt Aleppo mit scharfer Munition auf friedliche Demonstranten. Mindestens ein Kundgebungsteilnehmer starb, zahlreiche weitere wurden verletzt, teilte die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London mit. In Aleppo sollen Zehntausende auf die Strasse gegangen sein.

Auch in zahlreichen anderen Städten gingen die Proteste gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad weiter. Landesweit töteten die Regierungstruppen am Freitag nach Angaben von Aktivisten 15 Menschen. Die meisten Opfer soll es in der Provinz Hama gegeben haben.

Libanesische Geiseln freigelassen
Elf schiitische Pilger aus dem Libanon, die zu Wochenbeginn von syrischen Aufständischen verschleppt worden waren, kamen am Freitag frei. Sie hätten am selben Tag die Türkei erreicht, bestätigten libanesische Sicherheitskreise in Beirut und syrische Oppositionelle in Istanbul. Die Pilger waren auf der Rückreise aus dem Iran und bei Aleppo von den Rebellen entführt worden.

Russland soll Waffen liefern
Nach Informationen der sogenannten Revolutionskomitees ist ein Schiff mit russischen Waffen und Munition für Assads Truppen auf dem Weg zum syrischen Hafen Tartus. In Diskussionsforen der Aktivisten hiess es, die «Professor Katsman» fahre unter russischer Flagge.

Die Türkei hatte zuletzt nach einer ähnlichen Warnung ein Frachtschiff auf dem Weg nach Syrien gestoppt und durchsucht. An Bord wurden damals jedoch nach offiziellen Angaben keine Waffen entdeckt. Russland ist neben dem Iran der wichtigste Partner Assads. (bat, dpa)

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Dossier, Letztes Update: Mittwoch, 16.5.2012

Syriens Regimegegner begehren auf

Seit 40 Jahren sitzt die Herrscherfamilie Assad in Syrien an den Schalthebeln der Macht. Doch nun wankt das Regime: Inspiriert von den Protesten in der arabischen Welt wenden sich seit Februar 2011 immer mehr Syrer gegen Präsident Assad. Das Regime schlägt mit grosser Härte zurück.

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