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Freitag, 13.1.2012

US-Soldaten in Skandal-Video identifiziert

Zwei der vier amerikanischen Soldaten, die in einem Video angeblich auf tote Taliban-Kämpfer urinieren, sind identifiziert. Das berichtet der Sender CNN. Nun läuft eine Untersuchung.
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Das Video ist nur rund 39 Sekunden lang, aber es hat international heftige Kritik ausgelöst. Das Filmchen zeigt vier Soldaten, die mutmasslich auf Leichen von Taliban urinieren. Nun sind nach Angaben des US-Senders CNN zwei der vier Marine-Infanteristen identifiziert worden. Die Namen der beiden wurden nicht genannt, da es sich um laufende Ermittlungen handele.

Bei ihnen handle es sich um zwei Männer, die auf der Militärbasis Camp Lejeune im US-Staat North Carolina stationiert seien, sagte ein Vertreter der US-Marineinfanterie am Donnerstag

Karzai fordert Bestrafung
Der afghanische Präsident Hamid Karzai forderte die USA dazu auf, die Täter so schwer wie möglich zu bestrafen. «Diese Tat amerikanischer Soldaten ist zutiefst unmenschlich», hiess es in einer Mitteilung Karzais. Erst im vergangenen März hatten amerikanische Soldaten in Afghanistan mit Leichen ihrer Opfer für Fotos posiert.

«Den Magen umgedreht»
US-Verteidigungsminister Leon Panetta verurteilte die im Film gezeigte Leichenschändung auf das Schärfste.  Ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums bezeichnete das Video als «abscheulich». «Es hat mir den Magen umgedreht», wurde Pentagon-Sprecher John Kirby vom Nachrichtensender CNN und anderen US-Medien zitiert. «Egal, wer das in dem Video ist oder wie die Umstände waren - dieses Verhalten ist ungeheuerlich und ekelhaft.»

Auch die Nato-geführte Isaf verurteilte die mutmassliche Schändung getöteter Taliban-Kämpfer. «Diese respektlose Tat ist unerklärlich und nicht in Übereinstimmung mit den hohen moralischen Massstäben, die wir von Koalitionstruppen erwarten», teilte die Internationale Schutztruppe Isaf mit.  (luek, dpa)

 

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Donnerstag, 12.1.2012

Entsetzen über mutmassliche Leichenschändung

In den USA sorgen Bilder mutmasslicher US-Soldaten in Afghanistan für Aufsehen. Sie sollen darauf die Leichen von Taliban-Kämpfern schänden. Das Video sorgt weltweit für Empörung. Noch ist seine Echtheit aber nicht bewiesen.   Mehr


Dossier, Letztes Update: Montag, 21.5.2012

Afghanistan: Krisenherd am Hindukusch

In Afghanistan haben die USA und weitere Nato-Staaten auch zehn Jahre nach der US-Invasion noch zehntausende Soldaten stationiert. Trotzdem ist es den Friedenstruppen bisher nicht gelungen, das Land zu stabilisieren. Afghanistan gehört immer noch zu den zehn ärmsten Ländern der Welt, Gewalt und Taliban-Angriffe ebben nicht ab.


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