Taliban bekennen sich zu Anschlag
Der afghanische Soldat, der die Schüsse abgegeben habe, sei von seiner Gruppe rekrutiert worden. Die Taliban hätten viele Menschen in wichtigen Positionen angeworben. Einige von ihnen hätten ihre Aufgabe bereits erfüllt. Das sagte Talibansprecher Sabihullah Mudschahid nach dem Attentat bei dem am Freitag vier französische Soldaten getötet worden waren.
Sarkozy will Soldaten abziehen
Frankreich setzte nach dem Anschlag in der östlichen Provinz Kapisa alle Militäreinsätze in Afghanistan aus. Sollte sich die Sicherheitslage nicht verbessern, könnten die Truppen auch frühzeitig abgezogen werden, sagte Präsident Nicolas Sarkozy.
Die knapp 4000 französischen Soldaten sollen nach bisheriger Planung gegen Ende 2013 das Land verlassen. In den vergangenen Monaten gab es bereits eine ganze Reihe ähnlicher Angriffe auf westliche Soldaten.
Mission bleibt «genau gleich»
Frankreichs Verteidigungsminister Gérard Longuet hat die Sorge vor einem vorzeitigen Truppenabzug aus dem Land unterdessen jedoch entkräftet. Die Mission der Truppen bleibe «genau gleich», sagte Longuet bei seiner Ankunft in Kabul.
Ziel bleibe, eine «starke Kraft» zu schaffen, um die Verantwortung an die Afghanen übergeben zu können, sagte Longuet. Es müsse über Möglichkeiten nachgedacht werden, die Arbeit zum Erfolg zu führen. Sein Besuch diene der Evaluierung des weiteren Vorgehens, sagte der Minister.
Karzai hofft auf Verhandlungen
Der afghanische Präsident Hamid Karzai traf sich derweil nach eigenen Angaben persönlich mit Vertretern der Extremistengruppe Hesb-i-Islami zu Gesprächen. Er hoffe, dass die Friedensverhandlungen «gute Ergebnisse bringen werden», sagte er vor dem Parlament in Kabul. Über weitere Details machte Karzai zunächst keine Angaben.
Die USA hatten Afghanistan zuletzt zu Gesprächen mit den Taliban ausserhalb des Landes geraten. Ein Gesandter aus Washington traf am Samstag in Kabul ein, um sich mit Karzai zu treffen. (luek, sda/afp/dpa/reuters)
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