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Hintergrund: An diesen Fronten wird derzeit verhandelt

In Griechenland stehen Tage der Entscheidung an - wieder einmal. Regierungschef Lucas Papadimos steht unter gewaltigem Druck. Um die drohende Pleite des Landes abzuwenden, muss er an mehreren Fronten um Zustimmung ringen.

(Reuters)

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Die Parteien der Regierungskoalition
In der Übergangsregierung von Papadimos streiten Konservative, Rechtsgerichtete und Sozialisten über die neuen Sparprogramme. Inzwischen haben sie sich geeinigt, auch das Parlament hat zugestimmt. Umkämpft waren vor allem weitere Lohnkürzungen im privaten Sektor, gegen die Sozialisten unter Führung von Ex-Ministerpräsident Giorgos Papandreou angehen. Bis zuletzt wurde auch um Kürzungen bei den Renten gestritten.

Die internationalen Geldgeber
Die Finanzkontrolleure von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) - kurz: «Troika» - hat ihre Zustimmung zum dringend benötigten 130-Milliarden-Hilfsprogramm von der innenpolitischen Zustimmung zum neuen Sparpaket abhängig gemacht. Noch steht die Zustimmung der Geldgeber aber aus, ein ursprünglicher Sitzungstermin wurde bereits einmal verschoben.

Die privaten Gläubiger
Damit die Rettung überhaupt gelingen kann, müssen die seit Monaten laufenden Verhandlungen mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt von rund 100 Milliarden Euro rasch abgeschlossen werden. Entscheidend ist, wie hoch die Beteiligung von Banken und Versicherungen sein wird. Insbesondere die spekulativen Hedge-Fonds wollen nicht auf ihre Forderungen gegen Griechenland verzichten, wenn sich die EZB als Gläubiger mit dem grössten Paket an Staatsanleihen nicht beteiligt.

Die Gewerkschaften
Die grossen Gewerkschaften des Landes lassen von ihrem Konfrontationskurs nicht ab. «Es ist eine Katastrophe. Wir werden 25 Prozent unseres Einkommens verlieren», klagt ein Sprecher der Gewerkschaft des privaten Bereichs (GSEE) über die neuerlichen Sparanforderungen. Die Arbeitnehmervertreter gehen deshalb immer wieder auf die Barrikaden und rufen zu Streiks auf. (ank, dpa)

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