Stöckli verdrängt Amstutz aus dem Stöckli
Lachende Gewinner der Berner Ständeratswahlen: Hans Stöckli (links) und Werner Luginbühl. (Keystone)
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Als umtriebiger Bieler Stadtpräsident hat sich Hans Stöckli jahrelang für die Seeländer Metropole engagiert. Das Amt des Stadtvaters hat er inzwischen abgegeben. Dafür zieht Stöckli nun ins «Stöckli», wie der Ständerat im Volksmund genannt wird.
Stöckli verdrängte Adrian Amstutz von der SVP aus dem Ständerat. Klar wiedergewählt wurde der bisherige Ständerat Werner Luginbühl von der BDP.
Laut bernischer Staatskanzlei wurde Luginbühl mit 216'685 Stimmen und Stöckli mit 166'990 Stimmen gewählt. Amstutz kam mit 145'787 Stimmen auf den dritten Platz.
SP erobert Sitz zurück
Der neue SP-Ständerat Stöckli freut sich über seine Wahl. Er sei überaus zufrieden, sagte er vor den Medien. Er hob aber auch die grosse Verantwortung hervor, die mit dieser Aufgabe verbunden sei.
Auf dem 59-Jährigen ruhten die Hoffnungen der SP, wieder in den Ständerat einziehen zu können. Mit Simonetta Sommaruga konnte die SP 2003 die jahrzehntelange bürgerliche Dominanz in der kleinen Kammer brechen. Nach ihrer Wahl in den Bundesrat verlor die SP den Sitz an die SVP.
Stöckli politisiert klar links gilt jedoch als undogmatisch und ohne Berührungsängste zur Wirtschaft. Er selber bezeichnete seine Politik in Biel als «rot mit schwarzen Zahlen».
BDP begräbt Differenzen mit der SVP
Gross war die Freude auch beim wiedergewählten BDP-Ständerat Luginbühl. Die BDP habe mit ihrem Alleingang die richtige Strategie gewählt, sagte er. Dies sei gut gewesen für die Glaubwürdigkeit. Nach dem guten Resultat des ersten Wahlgangs habe die Partei dieser Strategie auch treu bleiben können. Die Partei hatte entschieden einen Schulterschluss mit der SVP abgelehnt.
Die Differenzen mit der SVP seien begraben, fügte Luginbühl an. Amstutz habe nicht gerade einen einfachen Tag gehabt. Amstutz habe ihm gratuliert, sagte Luginbühl weiter. Er würdigte Amstutz' Verhalten als ausgezeichnet.
Amstutz zeigte sich über seine Abwahl enttäuscht. Für ihn sei es im zweiten Wahlgang schwierig gewesen, weil viele andere Parteien gegen seine Kandidatur angekämpft hätten, sagte er. Er sei aber der bestgewählte Nationalrat im Kanton Bern und freue sich auf die Arbeit in der grossen Kammer. (bat, sda)
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