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Mittwoch, 18.1.2012

«Costa Concordia» rutscht weiter ab

Das Wrack der «Costa Concordia» hat sich erneut bewegt. Daraufhin wurde die Suche nach Vermissten unterbrochen. Derweil wurde der schwer belastete Kapitän aus der Haft entlassen und in seiner Heimatstadt unter Hausarrest gestellt.

Die «Costa Concordia» bewegt sich erneut.

Mehr zum Thema
  • Freitag, 18.5.2012: Bergung der «Costa» beginnt nächste Woche
  • Donnerstag, 22.3.2012: Treibstoff aus Havarie-Schiff abgepumpt
  • Mittwoch, 22.2.2012: Weitere Leichen in der «Costa Concordia» entdeckt
  • Freitag, 27.1.2012: Reederei entschädigt Passagiere
  • Mittwoch, 25.1.2012: Die wirren Geschichten des Kreuzfahrt-Kapitäns
  • Dienstag, 17.1.2012: Schwere Vorwürfe gegen den Kapitän
  • Montag, 16.1.2012: Hintergrund: Die «Costa Concordia»

Die Suche nach Eingeschlossenen in dem havarierten Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» ist am fünften Tag nach dem Schiffbruch vor der toskanischen Insel Giglio erneut unterbrochen worden.

Das Wrack sinke weiter ab, dadurch seien die Sicherheitsbedingungen für die Rettungsmannschaften nicht gegeben, sagte der Sprecher der Rettungseinheiten, Luca Cari. In der Nacht hatte die Feuerwehr noch ihre Arbeiten in der «Costa Concordia» fortgesetzt.

Liste veröffentlicht
Die toskanischen Behörden haben nun eine Liste mit den Namen der Vermissten veröffentlicht. Gesucht werden 28 Personen, dabei handelt es sich um 24 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder.

Als vermisst gelten demnach 13 Deutsche, sechs Italiener, vier Franzosen, zwei US-Bürger, ein Ungar, ein Inder und ein Peruaner. Zu den Verschollenen zählen auch ein fünfjähriges italienisches Mädchen und sein Vater.

Hausarrest statt U-Haft
Der schwer belastete Kapitän des Unglücksschiffes kehrte derweil noch in der Nacht in seinen Heimatort Meta di Sorrento zurück. Eine Richterin hatte nach seiner dreistündigen Vernehmung den Haftbefehl gegen ihn in einen Hausarrest umgewandelt.

Staatsanwalt Francesco Verusio äusserte Unverständnis über diesen Entscheid. Er wirft dem Kapitän mehrfache fahrlässige Tötung, Havarie und Verlassen des Schiffes während der Evakuierung vor.

Dem Kapitän drohen bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Seine Familie warnte in einem Communiqué vor einer Hetzkampagne gegen den Kapitän und baten um Respekt für seine Rechte. (fors, sda/dpa)

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Schweröl bedroht die Küsten. (Massimo Agostinis, 18.1.2012)
Hören (2:57)
Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» rammt Felsen (Bildstrecke)
Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» rammt Felsen
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Weiterführender Link zum Thema:

  • giglionews.com: Die Webcam auf der Insel zeigt die «Costa Concordia», die Leck geschlagen vor dem Hafen von Giglio liegt.


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