Wrack bewegt sich weiter
Noch ist unklar, wie sich die Situation weiter entwickelt. (Reuters)
- Freitag, 18.5.2012: Bergung der «Costa» beginnt nächste Woche
- Donnerstag, 22.3.2012: Treibstoff aus Havarie-Schiff abgepumpt
- Mittwoch, 22.2.2012: Weitere Leichen in der «Costa Concordia» entdeckt
- Freitag, 27.1.2012: Reederei entschädigt Passagiere
- Mittwoch, 25.1.2012: Die wirren Geschichten des Kreuzfahrt-Kapitäns
- Dienstag, 17.1.2012: Schwere Vorwürfe gegen den Kapitän
- Montag, 16.1.2012: Hintergrund: Die «Costa Concordia»
Die Suche nach Leichen auf der «Costa Concordia» ist für die Taucher selbst lebensgefährlich. Strömungen bewegen das Wrack vor der Insel Giglio unkontrollierbar. Trotzdem entschieden die Bergungskräfte eine Woche nach dem Unglück: Es wird weiter gesucht. Immer müssen sie aber aus Sicherheitsgründen einen Zwangspause einlegen.
Nach stundenlangen Beratungen und eingehenden Analysen hätten die Bergungskräfte am Freitagabend entschieden, die Suche wieder aufzunehmen, teilte ihr Sprecher Luca Cari mit.
Abrutschen des Schiffes soll verhindert werden
Es wird erwogen, das 290 Meter lange Schiff mit Hebeseilen an den Felsen festzumachen, um ein weiteres Versinken im Meer zu verhindern. Jede Bewegung des vor der toskanischen Insel gekenterten Kreuzfahrtschiffes werde auch mit Satellitenaufnahmen verfolgt, heisst es.
Die Zeit drängte. Von Norden her näherte sich ein heftiges Unwetter. Sturm und hohe Wellen könnten den Luxusliner weiter absacken lassen. Nach dem Unglück werden noch mehr als 20 Personen vermisst. Ausserdem hat das Wrack noch viel Treibstoff an Bord. Rutscht das Schiff über die Unterwasserklippe in die Tiefe, könnten die Tank bersten und die Küste für Jahrzehnte verschmutzen.
Revision der Sicherheitsregeln
Der Eigner des Schiffes will nach dem Unglück seine Sicherheits- und Notfall-Regeln einer grundlegenden Prüfung unterziehen. Der Chef des US-Unternehmens Carnival, Micky Arison, erklärte, der Unfall stelle die bestehenden Vorgaben des Konzerns in Frage.
Das Unternehmen heuerte für die Revision auch externe Experten an und sprach sich zudem für eine grundlegende Überprüfung der Vorgaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation aus. Passagiere haben der Besatzung schwere Fehler bei der Reaktion auf das Unglück vorgeworfen. (bat/luek, sda/dpa/reuters)
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