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Samstag, 21.1.2012

Kapitän: «Ich habe den Schaden angerichtet»

Auf dem leckgeschlagenen Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» suchen die Taucher wieder nach nach Vermissten. Der Kapitän hat nach eigenen Angaben von Anfang an die Verantwortung für die Havarie übernommen.

Die Rettungskräfte konnte ihre Arbeit wieder aufnehmen. (Reuters)

Mehr zum Thema
  • Freitag, 18.5.2012: Bergung der «Costa» beginnt nächste Woche
  • Donnerstag, 22.3.2012: Treibstoff aus Havarie-Schiff abgepumpt
  • Mittwoch, 22.2.2012: Weitere Leichen in der «Costa Concordia» entdeckt
  • Freitag, 27.1.2012: Reederei entschädigt Passagiere
  • Mittwoch, 25.1.2012: Die wirren Geschichten des Kreuzfahrt-Kapitäns
  • Dienstag, 17.1.2012: Schwere Vorwürfe gegen den Kapitän
  • Montag, 16.1.2012: Hintergrund: Die «Costa Concordia»

Seit dem Kentern des Kreuzfahrtschiffs der «Costa Concordia» vor der toskanischen Küste steht der Kapitän im Zentrum der Aufmerksamkeit und der Kritik. Unterdessen sind Aussagen des unter Hausarrest stehenden Kapitäns Francesco Schettino bekannt geworden, die ihn entlasten könnten.

Unterschiedliche Darstellung
Nach übereinstimmenden Medienberichten sagte Schettino bei einer Anhörung vor Gericht, er habe unmittelbar nach der Kollision mit einem Felsen beim Kreuzfahrt-Unternehmen angerufen und sowohl ein Schlepperboot als auch Hubschrauber zur Rettung gefordert.

«Mir ist ein Malheur passiert», soll Schettino in dem Telefonat gesagt haben.

Die Reederei wies die Darstellung zurück. «Er hat uns belogen und auch die Besatzung des Schiffes», betonte der Chef von Reederei «Costa Crociere», Pierluigi Foschi.

Schettino bestritt auch, dass er nach dem Schiffbruch flüchten wollte. «Ich habe das Schiff nicht verlassen. Ich habe von einem Felsen aus die Evakuierungsaktion koordiniert. Ich war an meiner Uniform klar erkennbar», sagte er den Staatsanwälten.

Suche wird fortgesetzt
Die Suche nach Vermissten wurde unterdessen fortgesetzt. Nach einem Tag Zwangspause stiessen dabei wieder Marine-Taucher in das Wrack vor. Zunächst sollten drei Öffnungen in Deck fünf gesprengt werden, wo noch verschollene Menschen vermutet werden. Eine Explosion war schon am frühen Morgen zu hören. Insgesamt werden noch mehr als 20 Menschen vermisst. (luek, sda/dpa/apa)

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Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» rammt Felsen (Bildstrecke)
Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» rammt Felsen
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Weiterführender Link zum Thema:

  • giglionews.com: Die Webcam auf der Insel zeigt die «Costa Concordia», die Leck geschlagen vor dem Hafen von Giglio liegt.


Verantwortlich für diesen Beitrag:

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