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Montag, 18.8.2008

Solschenizyn: Übervater aller Dissidenten

Alexander Solschenizyn ist tot: Der russische Literaturnobelpreisträger ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Laut seinem Sohn erlag Solschenizyn einem Herzversagen. Den Nobelpreis für Literatur hatte Solschenizyn 1970 erhalten.

Der hagere Schriftsteller, vielen bekannt mit seiner Glatze, seinem schütteren, langen, grauweissen Haupthaar und dem bis auf die Brust reichenden Kinnbart hatte den stalinistischen Terror am eigenen Leib erfahren müssen. Als Kritiker des damaligen Regimes wurde er zu schwerer Lagerhaft verurteilt - drei Jahre verbrachte er in der kasachischen Steppe.

Er war es denn auch, der nicht nur den Menschen im eigenen Land, der damaligen Sowjetunion, einen wichtigen historischen Spiegel vorsetzte, Solschenizyn war es, der allen in der Welt unmissverständlich zu verstehen gab, welches Leid Millionen von Sowjetbürgerinnen und Sowjetbürgern unter dem willkürlichen Regime Stalins zu erleiden hatten.

Mit seinem Band "Ein Tag im Leben des Iwan Denissowitsch" brachte es Solschenizyn zu Weltruhm. Solschenizyns wichtigstes Werk aber ist sicherlich "Der Archipel Gulag", der, in allen grossen Sprachen verlegt, weltweit grösste Beachtung fand.

Ausgewiesen aus seinem Heimatland, lebte Solschenizyn in der 1970er Jahren zuerst bei seinem Schriftstellerkollegen Heinrich Böll bei Köln, danach - nach einem kurzen Intermezzo in der Schweiz - während 18 Jahren in den USA. 1994 ist Solschenizyn nach Moskau zurückgekehrt.

Peter Gysling, Moskau

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DRS2aktuell vom Montag, 4.8.2008, 12.03 Uhr, DRS 2

Zum Tod von Alexander Solschenizyn

Der russische Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger Alexander Solschenizyn war zu Sowjetzeiten der bekannteste Regimekritiker und einer der bedeutendsten Schriftsteller Russlands. Jetzt starb Solschenizyn im Alter von 89 Jahren in Moskau.


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Echo der Zeit vom Montag, 4.8.2008, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Das Werk von Alexander Solschenizyn

Mit dem «Archipel Gulag», einer monumentalen Dokumentation über das brutale Lagersystem in der Sowjetunion, gab Alexander Solschenizyn den Opfern des stalinistischen Terrors eine Stimme.


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  • Hören (5:36)

Reflexe vom Dienstag, 5.8.2008, 11.03 Uhr, DRS 2

Alexander Solschenizyn - eine Ikone des Widerstands

Er war Offizier, Gefangener, Lehrer, Schriftsteller und Exilant. Alexander Solschenizyn gab den Millionen Gefangenen des sowjetischen Gulag eine Stimme - und setzte ihnen ein literarisches Denkmal.   Mehr

Hören (29:06)Download (MP3, 13.8MB)


Weiterführende Links zum Beitrag:

  • Nobelpreis-Komitee 1970: Biografie, Bibliografie, Laudatio
  • Spiegel online: Zu Besuch bei Solschenizyn
  • Perlentaucher.de: Rezensionen

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Am 13. Februar 1974 wurde Alexander Solschenizyn aus der Sowjetunion in den Westen abgeschoben. Im «Echo der Zeit» äusserten sich der deutsche Schriftsteller Horst Bienek und der englische Autor Graham Greene zur Ausweisung Solschenizyns.

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