Die Wolke auf dem Schreibtisch
CloudBox: ein Schritt in die richtige Richtung
Die Box versucht damit, das Beste aus beiden Welten zu verbinden: Die Geschwindigkeit der Festplatte auf der einen und die Sicherheit des Online-Speichers auf der anderen Seite. So funktioniert die CloudBox als Netzwerk-Festplatte und erscheint wie andere Laufwerke auf dem Schreibtisch. Gleichzeitig verbindet sie sich selbständig mit dem Internet und erledigt im Hintergrund regelmässige Backups.
Schweizer Know-how
Das Gehirn der CloudBox ist eine Schweizer Entwicklung: Die Technologie stammt von «Wuala». Wuala ist eine Online-Backup-Lösung, bei der Daten zentral in einem Rechenzentrum gespeichert werden. Der ETH-Spin-Off wurde vor rund zwei Jahren vom Französischen Festplatten-Hersteller LaCie gekauft.
Im Unterschied zu anderen Online-Speicherlösungen setzt Wuala eine sichere Daten-Verschlüsselung ein, die bereits auf dem Rechner, bzw auf der CloudBox des Benutzers passiert, also noch bevor die Daten ins Internet gelangen. Damit sind sie ausschliesslich für den Benutzer lesbar.
Neues Business-Modell
Beim Kauf der auf 100 GB limitierten Festplatte (229.- CHF) erwirbt man dazu gleich viel Speicherplatz in der Wolke. Der Online-Speicher ist allerdings nur in den ersten 12 Monaten im Preis inbegriffen. Danach muss er zum Preis von 130.- CHF/Jahr vom Kunden berappt werden.
Offensichtlich versucht der Peripherie-Hersteller LaCie mit diesem Produkt, nicht mehr nur von Hardware-Verkäufen abhängig zu sein. Denn wenn der Trend hin zur Cloud so weiter geht, werden wir immer weniger Daten bei uns zu Hause speichern.
Für wen ist die CloudBox?
Obwohl der Funktionsumfang der CloudBox auf das Wesentliche beschränkt wurde, ist sie nicht gleich einfach zu bedienen wie eine Festplatte, die man via USB-Kabel anschliesst. Umgekehrt verhindert die knappe Grösse der Festplatte, dass der Computer-Freak damit seine Backupsorgen los ist.
Am ehesten hat die Box ihre Berechtigung in kleinen Firmen oder Bürogemeinschaften. Dort schlagen die Folgekosten kaum zu Buche und die Platte kann im Netzwerk für alle freigegeben werden.
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