Jaël von Lunik über Business, Musik und ihren Vater, den Psychologen
Jaël Krebs, Lunik-Frontfrau: «Ich habe die Hoffnung, dass unser nächstes Album nur noch total aufgeräumte Songs enthält.»
Jaël kommt alleine zum DRS 3-Interview. Die früher so schüchterne, fragile Blonde hat sich an ihre Frontfrau-Aufgaben gewöhnt. «Das wird irgendwann zum Alltag. Und ich versuche, dabei Spass zu haben.»
Auch auf der Bühne, wo sie früher unter Angstzuständen und Selbstzweifeln litt. «Heute bin ich nicht mal mehr nervös. Das viele Auftreten hat mir eine gewisse Sicherheit gegeben. Ich gebe einfach mein Bestes und das muss reichen.»
Jaël und die Männer
Jaël Krebs ist mittlerweile 30 Jahre alt. Selbstzweifel und depressive Verstimmungen habe sie hinter sich gelassen. Dennoch handeln auch die Songs auf «Small Lights in The Dark» von Trennungen, unglücklicher Liebe, Selbstzweifeln.
Die Songs entstehen oft direkt aus Jaëls Erfahrungen. Eine Trennung könne etliche Songs zur Folge haben. «Manche meinen: Die Frau trennt sich ja auch andauernd», lacht Jaël im DRS 3-Interview.
Jaël: Mir geht es gut
Die Songs auf dem neuen Album seien teilweise noch entstanden, als sie «auf der Suche nach sich selbst» war, wie Jaël es ausdrückt. Jetzt habe sie sich gefunden. «Ich habe die Hoffnung, dass unser nächstes Album nur noch total aufgeräumte Songs enthält.»
Bis es soweit ist, hören die Fans noch die süsse Pop-Melancholie des aktuellen Albums. Songs, die Lunik erstmals ganz ohne Elektronik aufgenommen haben. «Es lebt, es atmet. Es ist vielleicht nicht perfekt, aber es ist emotioneller.»
Der internationale Durchbruch
Bald seien Lunik und ihre «entzückende» Frontfrau in aller Munde, behauptet ein Journalist des Klatschmagazins «OK!». In Italien sind Lunik bereits in den Hitparaden, in England werden sie im Radio gespielt.
«Ich bekomme Fanmails aus Russland und Mexiko, wo das Album noch nicht mal erschienen ist. Wohl wegen des Internets.» Ob dieses Album aber den wirklichen internationalen Durchbruch bringt, will Jaël nicht prophezeien - aber die Hoffnung bleibt natürlich.
Platz eins
In der Schweiz müssen sie sich um massiven Erfolg keine Sorgen machen. Trotzdem: Bei der Frage, auf welcher Position sie glaubt, dass das neue Album chartet, ist sie zurück, die schüchterne, fragile Blonde: «Ich sage jetzt mal, ich würde mich sehr freuen, wenn wir unter die Top 5 kommen», lässt sie sich entlocken. Es ist die eins, Jaël, von null auf eins. (jam)
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