Die 61. Frankfurter Buchmesse sieht «Rot»
China präsentiert sich 2009 als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, die vom 14. bis 18. Oktober stattfindet. Unter dem Titel «Tradition und Innovation» wird ein Programm rund um die chinesische Kultur und Literatur vorgestellt.
Das Reich der Mitte sorgt dabei für Zündstoff. Bereits im September kam es am Frankfurter China-Symposium zu einem Eklat, seither häufen sich die Meldungen über Ausschlüsse und Absagen von chinesischen Gästen. Die Diskussion um Zensur und Propaganda hält die Feuilletons in Atem.
Interdisziplinärer Dialog
Die Kontroverse um Chinas Auftritt überschattet diesjährige Neuerungen, etwa der neue Schwerpunkt «Creative Industries». Darunter will die Buchmesse Key-Player der Kreativwirtschaften zusammenbringen. Verleger, Games-Industrie, Fotografie, Musik- und Filmbusiness sollen in einen interdisziplinären Dialog treten, um die Frage nach geistigem Eigentum und der Urheberrechtsfrage zu klären. Dafür ist ein «Film & Media Forum» eingerichtet worden.
Digitale Inhalte
Die Digitalisierung ist auch dieses Jahr ein grosses Thema in Frankfurt. «Die Frage, wie wir mit digitalen Inhalten Geld verdienen können, treibt alle um», verkündete jüngst Messedirektor Juergen Boos. Umfragen zufolge rechnet die Branche allgemein damit, dass im Jahr 2018 digitale Inhalte mehr Umsatz erwirtschaften als das traditionelle Buchgeschäft.
Jubiläum eines Klassikers
Vor 50 Jahren stellte Günter Grass seinen ersten Roman «Die Blechtrommel» auf der Frankfurter Buchmesse vor. Zum Jubiläum tritt der Literaturnobelpreisträger gemeinsam mit dem Jazzmusiker Günter Sommer auf und liest Auszüge aus dem Roman. Termin: 16. Oktober, ab 15.30 Uhr.
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