Eleonore Frey
(Keystone)
Eleonore Frey (geb. 1939) begann ihre literarische Karriere in den 1980er-Jahren, nachdem sie eine akademische Karriere aufgebaut hatte. Sie zählt heute zu den bedeutendsten literarischen Stimmen der Schweiz.
Die Tochter des Germanisten Emil Staiger promovierte 1972 und war von 1982 bis 1997 Titularprofessorin für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Nebst literaturwissenschaftlichen Publikationen veröffentlicht sie Prosa und Essays und überträgt französische sowie englische Literatur ins Deutsche.
1989 debütierte Eleonore Frey mit dem Erzählband «Notstand». Ein Jahr darauf veröffentlichte sie «Schnittstellen» - ein Buch, das sie als virtuose Sprachspielerin zeigt. Über die Jahre hat sie sich als Querdenkerin einen Namen gemacht, die das vermeintlich Offensichtliche besonders skeptisch betrachtet.
Das nominierte Buch: «Muster aus Hans»

Kurzinhalt (Klappentext):
«‹Hans ist anders als die anderen. Das sind die anderen auch. Es ist sein Anderssein, das anders ist.› So steht es am Beginn von Eleonore Freys ‹Muster aus Hans›. Mit denselben Worten wäre auch das ganze Buch treffend charakterisiert. Jeder Satz, der diesen Eingangssätzen folgt, hält inhaltlich und stilistisch, was die ersten drei versprechen.
Hans ist eine jener Gestalten, die auf Biegen und Brechen nicht in die geschäftige Welt der gewöhnlichen Menschen passen wollen. Massig, bärtig, stumm steht Hans immer im Weg, er ist einer jener von der Gesellschaft Ausgeschlossenen, die viele fürchten und mehr noch beschimpfen. Ihrem Namen und Alter von dreiunddreissig Jahren entsprechend ist die Figur durchaus als Exempel zu verstehen.»
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