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Donnerstag, 11.3.2010

Jeroen van Rooijen präsentiert Style-Apps

Apps sind der letzte Schrei. Es gibt abertausende der kleinen Programme, und einige davon drehen sich auch ums Thema Stil – also um Mode, Luxus und andere Konsumgüter. Der DRS 3-Stilexperte präsentiert hier seine fünf Lieblings-Apps.

Auch die Mode und Style-Fans werden mit Apps je länger je besser bedient.

Es werden fast täglich mehr Mode- und Lifestyle-Anbieter, die kleine Programme für Mobiltelefone in den Markt drücken.

Auf den vorderen Rängen der meist gekauften oder am meisten runtergeladenen Apps findet man im «Lifestyle»-Register von iTunes viele Hilfsprogramme für Sexstellungen (z.B. iKamasutra), elektronische Horoskope, Schminktipps, Kochrezeptsammlungen oder auch Register für Weinjahrgänge.

Amüsant ist etwa der Tie Master (2.20 Franken), eine digitale Anleitung zum Binden von 10 verschiedenen Krawattenknoten.

Modeschauen auf dem Handy
Meistens geht es bei den Style-Apps darum, mehr oder weniger originell den aktuellen, saisonalen Klamottenkatalog zu präsentieren und ein bisschen Schmus über die Marke zu erzählen. Es gibt sie von Dolce & Gabbana, Fendi, Hermès, Hugo Boss oder Chanel.

Bei den besseren davon kann man auch bewegte Bilder anschauen, also Modeschauen oder kurze Werbefilme. Hilfreich sind auch Ortungssysteme, mit denen man direkt den Weg zur nächsten Boutique bestimmen kann, falls einem also der akute Kaufrausch übermannt.

Style-Apps sind wegen Werbung oft gratis
Man kann auch bei Multimarken-Anbietern einkaufen, also bei Internet-Versendern oder Online-Boutiquen wie Net-à-porter, Yoox oder La Redoute. Auch fast alle relevanten Uhrenmarken sind mit Apps am Start, die meisten davon sind gratis, weil es ja oft animierte Werbung ist.

Typisch ist etwa IWC, wo man sich durch die Kollektion klicken kann und die Uhren in 1:1-Grösse gleich an sein Handgelenk halten kann, um zu sehen, ob sie einem stehen würden.

Und das ist die Favoritenliste an Style-Apps vom DRS-3-Stilexperten Jeroen van Rooijen:

Rang 5: «Vogue Stylist» (gratis) bricht die manchmal unüberschaubare und abgehoben wirkende Welt der Glamourmagazine und Laufsteg-Schauen auf ein Level runter, auf dem es nachvollziehbar wird: Das Programm seziert trendige Looks in seine Einzelteile, erklärt ihre Besonderheiten und gibt Tipps zur persönlichen Garderobenplanung.

Rang 4: Hairstyle. Frisurberatung per Mobiltelefon (3.30 Franken) – hier kann man genau das machen, wofür man früher beim modernen Friseursalon viel Geld bezahlen musste: man kombiniert ein Foto von sich selbst mit allen möglichen Frisuren, um zu schauen, was einem gut steht – oder einfach nur, um sich über das Ergebnis schlapp zu lachen.

Rang 3: Net-à-porter (gratis) – die Online-Boutique auf dem Telefon. Der Internet-Luxusversender, der am längsten im Markt ist, es am besten macht und das höchste Ansehen hat. Hier bekommt man einen superschnellen Service, die neuesten Trends und ansprechend gemachte Artikel zu modischen News.

Platz 2: Style.com (gratis) - Hier sieht man praktisch live und direkt, was auf den Laufstegen der Welt so passiert. Die App ist leichter zu bedienen und klarer strukturiert als die entsprechende Website, sie bietet einen professionellen Überblick über alle Mode-News.

Platz 1: T-Magazine der New York Times. Das am besten gemachte, ästhetisch anspruchsvollste und journalistisch sorgfältigste Portal für Stil- und Geschmacksfragen.

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Jeroen van Rooijen präsentiert Style-Apps
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Jeden Donnerstag gibt er Tipps in Sachen Stil: Jeroen van Rooijen. Der Journalist mit niederländischen Wurzeln hat schon für diverse Modemagazine gearbeitet und schreibt bei der NZZ über Mode und Stil.  Mehr

Jeroen van Rooijen «Andere haben mehr Stil als ich»

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