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Rolf Liebermann – ein Leben fürs Musiktheater

Arthur Honegger mit Rolf Liebermann vor dem Radio Studio Zürich (1949) (SR DRS)

Rolf Liebermann ist einer der bedeutendsten Schweizer Musikschaffenden des 20. Jahrhunderts. Seine familiären Beziehungen gehen über seinen Vater aber zurück zur bekannten Berliner Familie Liebermann. Ihr entstammt  auch der Maler Max Liebermann.

Die Kunst war ihm vielleicht in die Wiege gelegt, auch wenn er zuerst seinem Vater nacheiferte und 1932 mit 22 Jahren an der Universität Zürich ein Jura-Studium begann. Gleichzeitig besuchte er das Konservatorium und die Musik wurde zu seinem Lebensinhalt. Hermann Scherchen und Wladimir Vogel waren Liebermanns Lehrer in den Jahren kurz vor und während des 2. Weltkriegs.

Die Verbindung von Beruf und Berufung führte Liebermann zuerst zu einer langen Karriere beim Radio. Zuerst als Tonmeister, dann als Leiter der Orchesterabteilung von Radio Beromünster.
Rolf Liebermann über seine Schweizer Jahre (Max Nyffeler, 1.1.1998)

Es folgten zwei weitere Jahre von 1957 bis 1959 beim Norddeutschen Rundfunk, bevor er dann als Intendant an die Hamburgische Staatsoper berufen wurde.
Schweizer Künstler im Ausland (Walter Baumgartner, 31.8.1972)

Dort wirkte Liebermann bis 1973 und prägte das Haus mit seiner Vorliebe für zeitgenössisches Musiktheater.
Liebermanns Hamburger Jahre (Hanjo Kesting, 12.4.1973)

Noch mehr Renommee bot Liebermanns nächster Karriereschritt: Bis 1980 leitete er das Théâtre National de l’Opéra de Paris.
Liebermanns erste Inszenierung in Paris (Charles Clerc, 30.3.1973)

Von 1983 bis 87 war Liebermann in Salzburg Direktor der Internationalen Sommerakademie des «Mozarteums» und gleichzeitig auch von 1985 – 88 wieder in Hamburg als Intendant tätig.
Liebermann und das verknöcherte Musiktheater (Max Nyffeler, 1.3.1990

In den 1990er-Jahren widmete sich Liebermann wieder vermehrt der Komposition. Es entstand unter anderem seine letzte Oper «Freispruch für Medea», die 1995 zu seinem 85. Geburtstag in Hamburg uraufgeführt wurde.
Zu Liebermanns 85. Geburtstag (Michael Struck-Schloen, 19.11.1995)
Von Schreibmaschinen, Zwölftonmusik und Jazz (Walter Kläy, 20.3.1997)

Rolf Liebermann starb am 2. Januar 1999 in seiner Wahlheimat Paris.

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