Pop-Geschichten: Country/Folk
Abgeschlagen auf den letzten Plätzen mit je rund 6 Prozent der Stimmen landen die Krüger Brothers («Carolina In The Fall»), Handsome Hank & His Lonesome Cowboys («Black Hole Sun») und The Moondog Show («Cajun Letter»).
Der einzige, der John Brack kurzzeitig gefährlich wurde, war Coal mit seinem «Workin' Man».
Erste Schweizer Country- und Folk-Bands tauchten bereits in den 60er und 70er Jahren auf, aber der veritable Boom kam mit den 80ern - nicht zuletzt getrieben von den ersten grossen und internationalen Country Festivals im Zürcher Hallenstadion.
Der Mann, der sich damals als imposante Bühnenpersönlichkeit rasch landesweit zum Zugpferd entwickelte war John Brack. Ihre erfolgreichsten Zeiten hat die Schweizer Country-Welt heute zwar hinter sich - dafür ist die Szene stilistisch in die Breite gegangen.
Die fünf Songs und Künstler beweisen es: Die Krüger Brothers sind als Bluegrass-Stars längst zu internationalem Format mit Basis in North Carolina aufgelaufen. Coal ist die musikalische Neugier in Person und der «Workin' Man» zwischen Country, Americana und Rock'n'Roll. The Moondog Show holten die erdigen Sounds des Mississippi ans Rheinknie. Handsome Hank & His Lonesome Boys spielten musikalisches Versteckspiel hinter Bluegrass und Pop. Und «Mr. Swiss Country» John Brack gelang mit «Roseanne» kurz vor seinem Tod 2006 nochmals ein veritabler Ohrwurm.
