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Letztes Update: Donnerstag, 13.5.2010

Pop-Geschichten: Electro

Die Kategorie 70er Jahre ist klar und deutlich entschieden worden: Saalschutz haben mit ihrem «SMS d'Amour» fast 60 Prozent aller Stimmen von euch bekommen. Bereits deutlich abgeschlagen liegen auf Platz zwei Zwicker feat. Heidi Happy. Für ihren Song «Who you are» gabs 24 Prozent. Die drei anderen Songs hatten keine Chance.

In den 70er Jahren schwappte der Techno von Amerika her über den Teich nach Europa. In den Zentren Berlin, London und Paris entwickelten sich darauf verschiedenste Spielformen. Aber es dauerte bis zum Ende der 80er Jahre, bis sich der Begriff «Electro» zu formen begann. In Deutschland entstand die Minimal-Bewegung, in Paris der Frenchhouse und in London Rave Punk im Stil von Prodigy.

Auch die Schweiz erreichte anfangs 80er Jahre die Electro-Welle: Wegbereiter dazu war in den frühen 80ern etwa Stephan Eicher, der mit Computer bewaffnet die Bühne betrat. Anfangs 90er etablierte sich dann die Spielform des Technos: Beat Solèr (Seelenluft) im Electronischen Hot Spot Zürich versuchte, die neu entdeckten Klänge in Songformen zu verpacken. Später Golden Boy und Saalschutz - beide auch aus Zürich.

Auch heute hat die Schweiz unzählige Künstler zu bieten, welche sich dem Electro widmen und diesen immer noch näher an ein klassisches Popformat führen. So zum Beispiel Zwicker aus Zürich oder Fiji aus Bern, denn die Electro-Welle der heutigen Generation hat die Zürcher Grenzen längst überwunden.

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12.04.2010

Saalschutz: «SMS d'Amour»

Saalschutz sind DJ Flumroc und M T Dancefloor aus Zürich. 2001 starteten sie mit ihrem wilden Projekt. Etwas, das in dieser Form neu war in der Schweiz: So viel wie möglich gestalten Saalschutz auf der Bühne live - was im Zeitalter von Samples und Drumcomputer keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Saalschutz sind so eigen, dass herkömmliche Stil-Schubladen nicht mehr ausreichen und so nennen sie ihren Stil selbst Techno Punk oder Diskonik. Ihre Heimat sind nicht die grossen Konzertbühnen, sondern die Tanzflächen in kleinen, verrauchten Clubs. M T Dancefloor über die Geschichte von «SMS d'Amour» - einer ihrer grössten Club-Hits aus dem Jahr 2004.

Song-Ausschnitt hören Die Geschichte zum Song


12.04.2010

Zwicker feat. Heidi Happy: «Who You Are»

Typische Klub-Tracks sind oft keine Radiosongs und was im Radio gut kommt, stampft andersrum für den Klubgänger zu wenig. Den Spagat zwischen Klub-Track und Radiosong hat der Musiker und Produzent Cyril Boehler alias Zwicker erfolgreich geschafft. Durch die Zusammenarbeit mit Heidi Happy entstand der Song «Who You Are», der Electro- und Songwriterkunst unter einen Hut bringt und die Leute auf Zwickers Musik aufmerksam werden liess.

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12.04.2010

Fiji: «Rosy»

Fiji sind ein Elektronik-Trio aus Bern, bestehend aus den Brüdern Menk und Simon Schüttel und der Sängerin Simone de Lorenzi. 2005 veröffentlichten sie ihr Debütalbum «Rosy». Dem Titelsong ihrer ersten CD verdankt die Band sehr viel. Der Song öffnete ihnen die Türen zu Musikbusiness und Radiostationen - und brachte sie sogar zu einer Hochzeit nach Mailand. Dort schloss sich der Kreis der Geschichte zum Song: entstanden ist das Lied nämlich unter der feuchtfröhlichen Einwirkung von Weisswein.

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12.04.2010

Golden Boy feat. Miss Kittin: «Rippin Kittin»

Im 2002 kam der Song «Rippin Kittin» vom Zürcher Golden Boy feat. Miss Kittin auf den Markt. Die ganzen Ideen zum Track sind eher zufällig entstanden, als dass alles bis ins letzte Detail geplant worden sei, erzählt Stefan Altenburger im DRS 3-Interview. Es war nach einem Besuch von der DJ-Legende Jeff Mills, als sich Stefan Altenbuger entschieden hat, auch Elecktronische Musik zu machen. Stefan Altenbuger alias Golden Boy hat auch  Miss Kittin aus Grenoble mehr per Zufall kennengelernt, als dass er die DJ-Frau speziell gesucht hätte. Auch Stefans Altenburgers Künsternamen Golden Boy entstand eher zufällig. Freunde meinten, er sei immer so gut drauf und strahle und lache wie ein Golden Boy. Schon war der Künstlername da. Golden Boy hat überhaupt nichts mit dem gleichnamigen japanischen Manga-Comic zu tun, erzählt Stefan Altenbuger im Interview weiter - den Comic kannte Stefan Altenbuger zu jener Zeit noch gar nicht.

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12.04.2010

Seelenluft: «Manila»

Hinter dem Namen Seelenluft steckt der Zürcher Beat Solèr, einer der Gentlemen der Schweizer Electroszene. Er ist Komponist, Produzent und Multiinstrumentalist. Er macht Musik als Seelenluft für die Clubszene oder auch für Theaterstücke. Bereits mit 15 Jahren spielte er in ersten Bands, 1990 entstanden seine ersten Aufnahmen. Das Studio damals: Sein Zimmer. Der Durchbruch gelang ihm mit dem Song «Manila», der im Jahr 2002 in Los Angeles entstand. Der Song feierte Erfolge quer durch Europas Club-Landschaft und wurde sogar von DJ-Star Ewan Pearson neu interpretiert und auch dieser Remix wurde zum Beispiel in England zum Club-Hit. «Manila» - einer Perle in der Schweizer Electro-Landschaft.

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Umfragen

Woche 15: Electro

 

Schlussergebnis

 
Fiji «Rosy»
6.74%
Golden Boy feat. Miss Kittin «Rippin Kittin»
5.01%
Zwicker feat. Heidi Happy «Who You Are»
23.42%
Seelenluft «Manila»
5.01%
Saalschutz «SMS d'Amour»
59.81%
 

Ergebnis

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