Schweizer in Südafrika: Mario Valli «Zum Zmorge gibts bei mir Bündnerfleisch»
Mario Valli mit Frau und Hund im Garten seines Hauses.
Mario Valli als junger Mann raus in die Welt – und blieb 1964 in Südafrika hängen. Einem Land voller Möglichkeiten, wenn die Hautfarbe weiss war. «Hier hatte es alles, also bin ich hier geblieben.»
Monteur Mario packte seine Chance, studierte und wurde Ingenieur in einer amerikanischen Firma. «Das Leben war anders. Die Innenstadt von Johannesburg sicher – heute gehe ich da nicht mehr hin. Aber natürlich musste die Apartheid aufhören.»
Als Politiker war Mario mittendrin
Mario engagiert sich gerne für die Gemeinschaft. Deshalb präsidiert er den Schweizerklub von Johannesburg – schon seit Jahrzehnten. Und deshalb war er während und nach der Apartheid im Stadtrat von Germiston. «Eine spannende Zeit, aber heute würde ich lieber in der Schweiz politisieren.»
Jetzt kommt die WM
So freut sich Mario Valli und Ehefrau Maggie auf die Fussball-Weltmeisterschaft. «Wir werden im Schweizerklub Leinwände aufstellen – und zusammen feiern.»
Selbst seine Gästezimmer werden belegt sein, wenn die WM startet. Mario vermietet sie für Schweizer Fans. «Es hat noch Zimmer frei», sagt Mario und schmunzelt: «Zum Zmorge gibts bei mir sogar Bünderfleisch!» Er ist überzeugt, dass die WM zum Erfolg wird.
«Neue Autobahnen, Züge, viel Sicherheit – die Südafrikaner machen das gut», sagt Valli. Alex Frei & Co. sollten die Angst daheim lassen und sich freuen. Mario tuts auch. (db)
