Calvin neu entdecken - die Linktipps
Hier finden Sie eine Übersicht der interessantesten Web-Angebote zum Calvin-Jahr 2009.
Informative Kurzbiographien über Calvins Leben gibt es zuhauf, wie auf der Site des EKD (Evangelischer Kirchenbund Deutschland), auf reformiert-info.de, im Historischen Lexikon der Schweiz - und natürlich auf Wikipedia. Lohnend ist auch ein Blick auf Wikimedia, eine relativ umfangreiche Bilddatenbank zu Calvin.
Ein nicht ganz so konventioneller Zugang sind die 38 Fragen und Antworten über Johannes Calvin, gefunden auf der Homepage des EKD: Hatte Calvin einen Spitznamen? Wie war er als Nachbar? Und war er tatsächlich ein gefürchteter Diktator in Genf?
Man könnte meinen, dass Theologen und Religionswissenschaftler Calvins 500. Geburtstag zum Anlass nehmen, den schlechten Ruf des Reformators entgültig zu widerlegen. Beispiel ist eine Liste falscher Klischees über Calvin.
Mit dem Online-Spiel «Destination 2064» des EKD kann man spielerisch Informationen über Calvins Leben und Lehre sammeln: Im Jahr 2064 - anlässlich Calvins 500. Todestag - hilft man einem etwas zerstreuten Bilbliothekar, eine Ausstellung über Calvin vorzubereiten. Es gibt eine Kinder- (bis 12) und eine Erwachsenenversion des sorgfältig gestalteten Spiels.
Wer Calvin anhand einer realen Ausstellung kennen lernen möchte, hat dazu im Deutschen Historischen Museum in Berlin die Möglichkeit - es ist die grösste und umfassendste Ausstellung zum Calvin-Jahr. Wer nicht ganz soweit reisen will, besucht die Calvin-Ausstellung im Musée international de la Réforme in Genf.
Der direkte Zugang zu Calvin sind seine Schriften: Die Institutio christianae religionis (Unterricht in der christlichen Religion) ist das wichtigste Buch der Reformators. Es erschien 1536 und ist eine Zusammenfassung der evangelischen Glaubenslehre. Den Originaltext (in Frakturschrift) finden Sie hier.
Calvin für die Ohren: Die Genfer Psalter (Psaumes de la Réforme). Calvin führte den Psalmengesang in den Gottesdienst ein und veranlasste die Vertonung von Psalmen, die nach und nach unter dem Titel «Psalmen Davids» gesammelt wurden. Im 19. Jahrhundert entstand der Begriff Hugenottenpsalter für das offizielle Genfer Gesangbuch mit 150 Psalmen. Hören und lesen können Sie die Psalme auf calvin09.org oder auf calvinianum.de. CD-Tipp: «Psaumes de la Réforme», Choeur La Camerata Baroque, Editions Hortus, 2009.
Und wer den aktuellen, wissenschaftlichen Forschungsstand über Calvin kennenlernen will, besucht die Calvin Konferenz in Siegen: In Vorträgen und Workshops wird die Relevanz der Theologie Calvins für die heutige Kirche und Gesellschaft untersucht. Schweizer Universitäten bieten Ringvorlesungen zum Calvin-Jahr an: an der Universität Bern «Würdigung aus Berner Perspektive», an der Universität Basel «Calvin und die Wirkungen: Glaube gestaltet Gesellschaft» oder an der Universität Zürich «Johannes Calvin und die kulturelle Prägekraft des Protestantismus».
