China erschliesst Ölfelder in Afghanistan
Die afghanische Regierung und der grösste chinesische Öl- und Gasproduzent China National Petroleum Corporation (CNPC) haben ein Abkommen über die Erschliessung mehrerer Erdöllagerstätten im Norden Afghanistans unterzeichnet.
Die Vereinbarung könnte in den kommenden 25 Jahren rund 7 Milliarden US-Dollar in die afghanische Staatskasse spülen. Nach offiziellen Angaben soll CNPC bereits im Januar mit ersten Erkundungen in Nordafghanistan beginnen. Innerhalb von zwei Jahren sei dann der Aufbau eines Förder- und Raffineriesystems geplant.
Das chinesische Unternehmen hatte vier andere Bieter aus dem Rennen geworfen und sichert sich mit dem Vertrag eine gute Startposition in dem von Krieg und Bürgerkrieg zerstörten Land.
Reiches Land
Afghanistan verfügt nach Angaben seiner Regierung über reiche Rohstoffvorkommen. Laut einer Studie der US-Geologiebehörde USGS würden die Vorräte an Kupfer, Lithium, Eisen, Gold und Kobalt ausreichen, um das Land zu einem weltweit führenden Rohstoff-Exporteur zu machen.
Lithium etwa wird für wieder aufladbare Batterien gebraucht - für Handys, Laptops oder Elektroautos. Die Nachfrage nach dem Leichtmetall wächst ständig. Auch die Reserven an Petroleum und Gas sind weitaus grösser als angenommen.
Die radikalislamischen Taliban haben ausländische Firmen aber vor der Ausbeutung der Bodenschätze gewarnt. Sie drohten bereits damit, dass jedes in Afghanistan tätige Bergbauunternehmen zum Ziel von Anschlägen werde. (fors, reuters/dpa)
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