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02.11.2009

Kirchen leiden unter der Wirtschaftskrise

Man könnte meinen, die Menschen suchten in schweren Zeiten eher nach Sinn und gingen vermehrt zur Kirche. Doch im Fall der Wirtschaftskrise stimmt das in der Schweiz nicht. Die Kirchenaustritte sind auch heuer nicht zurückgegangen.

Leere Bankreihen - Alltag in vielen Schweizer Kirchen. (volwi)

Die staatlichen Kirchen in der Schweiz verlieren seit Jahren Mitglieder - und damit auch erhebliche Einnahmen via Kirchensteuer. Bei den Reformierten wanderten innert 10 Jahren 300'000 Mitglieder ab, bei den Katholiken waren es im gleichen Zeitraum 150'000. Und es werden immer mehr.

Kirchenexperten begründen diese Entwicklung mit dem Zeitgeist. Heute würden sich die Menschen zunehmend selbst zurechtlegen, woran sie glauben. Dazu bräuchten sie keine Kirchen und keine Gottesdienste.

Dieser Trend reisst vielen Kirchgemeinden ein grosses Loch in die Kasse. In den kommenden Jahren werden an verschiedenen Orten Kirchen geschlossen, da sie nicht mehr finanziert werden können.

Jetzt im Jahr der Wirtschaftskrise spitzt sich die Lage zu. In einigen Schweizer Kantonen bezahlen auch Firmen Kirchensteuer. Doch diese fällt 2009 wesentlich kleiner aus, was sich in der Abrechung der Kirchgemeinden bemerkbar machen wird.

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Audio-Beiträge:


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Michael Schmidt-Salomon, Religionskritiker

Anti-Minarett-Plakate, Freidenker-Plakate, christliche Plakate: Es wird von Plakatwänden gepredigt, als befände sich unser Land in einem Glaubenskrieg. In Tat und Wahrheit leben in der Schweiz immer mehr Menschen ohne Religion. Inoffizieller Sprecher der «Gottlosen» und laut Spiegel «Deutschlands Chef-Atheist» ist der Philosoph und Schriftsteller Michael Schmidt-Salomon.   Mehr

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Finanzkrise und Kirchen

Die Finanzkrise und die Debatte um das Schweizer Bankgeheimnis halten Banker und Politiker in Atem. Was könnte der Beitrag der Kirchen zur Krisenbewältigung sein? Gespräch mit dem Theologen, Ethiker und Wirtschaftsfachmann Christoph Weber-Berg.

Blickpunkt Religion vom Sonntag, 1.3.2009, 08.08 Uhr, DRS 2

Reformierte Kirche am Ende?

Langweilig, unsinnlich, frömmlerisch - mit der reformierten Kirche tun sich viele Mitglieder schwer. Und kehren ihr den Rücken. Wenn dies so weitergehe, rechnet die Zeitung «reformiert» vor, werde es - theoretisch - in 100 Jahren hierzulande keine Reformierten mehr geben.   Mehr

Doppelpunkt vom Dienstag, 11.8.2009, 20.03 Uhr, DRS 1

Kirchen nicht nur für den Gottesdienst

47 reformierte Kirchen gibt es in der Stadt Zürich - viele davon stehen meistens leer. Der reformierte Stadtverband lanciert eine Diskussion, wofür diese Kirchen sonst noch gebraucht werden könnten. So weit wie in Berlin oder anderen Städten, die leerstehende Kirchen zu Discos oder Restaurants umfunktionieren, möchte der Stadtverband aber nicht gehen.

Beitrag aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom Mittwoch, 2.9.2009, 17.30 Uhr, DRS 1

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