Kirchen leiden unter der Wirtschaftskrise
Leere Bankreihen - Alltag in vielen Schweizer Kirchen. (volwi)
Die staatlichen Kirchen in der Schweiz verlieren seit Jahren Mitglieder - und damit auch erhebliche Einnahmen via Kirchensteuer. Bei den Reformierten wanderten innert 10 Jahren 300'000 Mitglieder ab, bei den Katholiken waren es im gleichen Zeitraum 150'000. Und es werden immer mehr.
Kirchenexperten begründen diese Entwicklung mit dem Zeitgeist. Heute würden sich die Menschen zunehmend selbst zurechtlegen, woran sie glauben. Dazu bräuchten sie keine Kirchen und keine Gottesdienste.
Dieser Trend reisst vielen Kirchgemeinden ein grosses Loch in die Kasse. In den kommenden Jahren werden an verschiedenen Orten Kirchen geschlossen, da sie nicht mehr finanziert werden können.
Jetzt im Jahr der Wirtschaftskrise spitzt sich die Lage zu. In einigen Schweizer Kantonen bezahlen auch Firmen Kirchensteuer. Doch diese fällt 2009 wesentlich kleiner aus, was sich in der Abrechung der Kirchgemeinden bemerkbar machen wird.
