1939 - 1945: Information im Krieg
Trotz geistiger Landesverteidigung will die «Weltchronik» über die Landesgrenzen hinausschauen.
Mit der Mobilmachung 1939 wird der SRG die Konzession entzogen und das Radio direkt Landesregierung und Armee unterstellt: Radio funktioniert als gezielter Informationsträger zwischen Staat und Bevölkerung. Auch den Film nutzt die Regierung: Ab 1940 verpflichten sich die Kinos, Filmwochenschauen zu zeigen.
| Paul Ladame über die Filmwochenschau |
Regelmässig informiert der Sender Beromünster zur politischen und militärischen Lage und erlangt grosse Bedeutung über die Landesgrenzen hinaus. Erste Sendungen mit reinem Unterhaltungscharakter entstehen.
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| Der «Landi-Sender» in Zürich, am Kontrollpunkt der Techniker Emil Meier (Foto K. Egli). |
«Landi» 1939
An der Landesausstellung in Zürich ist die SRG mit einem eigenen Landistudio präsent. Radio ist modern und passt als schweizweites Medium ins Konzept der Geistigen Landesverteidigung. Vor Ort kann das Publikum die Produktion der Sendungen mitverfolgen. Leiter des «Landi-Senders» ist der Radioreporter Arthur Welti.
| Arthur Welti von der Landi |
Nachrichten
Auf Druck der Öffentlichkeit kann das Radio sein Angebot an Nachrichten ausbauen. Regierung und Armee sind interessiert an einem Informationsmedium in der Krisenzeit: Trotz Zensur sind politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Sendungen erwünscht. Den Stil lobt da Publikum als objektiv. Allerdings: 80 Prozent des Radioprogramms sind nach wie vor Musiksendungen, da sie auf allen drei Landessendern verbreitet werden können.
Weltchronik
Ab 1939 strahlt der Sender Beromünster die weltpolitische Sendung «Weltchronik» aus. Diese Sendung wird Synonym mit dem Namen Jean Rodolphe von Salis, der sie ab 1940 produziert und dem Schweizer Radio grosses Renommee einträgt.
| Die Weltchronik, 1944 |
| Interview mit J.R. von Salis, Arthur Welti 1945 |
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| Friedrich Brawand berichtet regelmässig aus dem Aktivdienst (Foto 1952). |
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| Elisabeth Thommen, die Stimme der Frauen (Foto 1948, 1950) |
Von den Fronten
Während der Kriegszeit stellt das Radio eine Verbindung zwischen der «Heimfront» zuhause und den «Aktivdienstlern» an der Grenze her. Etwa bringt der Reporter Friedrich Brawand in der Sendung «Von der Truppe zur Heimat» regelmässig Stimmen und Stimmungen in die Schweizer Stuben.
| Bei den Fliegertruppen, Friedrich Brawand, 1939 |
| In der Soldatenstube, Friedrich Brawand, 1939 |
| Zum Gedenken an Friedrich Brawand, 1974 |
Aus der Arbeit der Frau
Während der Kriegszeit beleuchtet das Radio den Alltag von der «Heimfront»: Die Journalistin Elisabeth Thommen engagiert sich für Frauen-Themen, etwa in der Sendung «Frauenstunde».
| Die Frauenhilfszentrale, Elisabeth Thommen, 1945 |



