Adolf Muschg, Peter von Matt und Moritz Leuenberger (SF)
Politik und Literatur in der Schweiz
Schriftsteller mit politischem Engagement sind keine Seltenheit. Kabarettist Franz Hohler provoziert die Öffentlichkeit regelmässig mit pointierten Satiren. Max Frisch und gilt noch immer als einer der politisch aktivsten Schriftsteller des Landes. Seine kritische Haltung gegenüber der Schweizer Politik verschaffte ihm nicht nur Sympathie, sondern brachte ihm auch die Bezeichnung «Nestbeschmutzer» ein.
Umgekehrt aber setzen sich auch Politiker den Schriftsteller-Hut auf. Ex-Bundesrätin Ruth Metzler stürmte mit «Grissini und Alpenbitter» die Hitlisten, noch bevor das Buch tatsächlich erschienen war. Moritz Leuenberger oder Flavio Cotti verfassten Werke mit persönlichen Gedanken, Erlebnissen und Interpretationen zum Geschehen in und rund um das Bundeshaus. Deutlich provokativer äussert sich Ex-Nationalrat Jean Ziegler in seinen Schriften. Seine kritischen Worte zur Schweizer Geschichte und Institutionen polarisieren. Kritisch oder unterhaltend – Bücher der schriftstellernden Politiker sorgen in jedem Fall für Aufsehen und machen von sich reden.
