Die Radionutzung verändert sich weiter
Schweizer Radio DRS (SR DRS) konnte 2009 seine solide Marktposition halten, stellt aber eine zunehmende Nutzungsverschiebung ins Internet fest – mit Rekord-Zahlen bei den Podcast-Downloads. Wachsende Teile des Publikums konsumieren die Programme von SR DRS auch über Digitalradio (DAB/DAB+). Zulegen konnten 2009 die DRS Musikwelle, DRS 4 News und DRS Virus.
Schweizer Radio DRS erfreut sich anhaltender Beliebtheit. Im Wochenschnitt erreichten die sechs SR DRS-Programme 2009 rund 90 Prozent der Deutschschweizer Bevölkerung. Dass die hohen Qualitätsansprüche beim Publikum Zuspruch finden, zeigt sich in anhaltend hohen Marktanteilen und in den Publikumsumfragen: Die meisten Hörerinnen und Hörer attestieren SR DRS eine konstant gute Qualität und hohe Glaubwürdigkeit.
Täglich 66‘000 Podcast-Downloads
Veränderte Nutzungsgewohnheiten beeinflussen das Angebot von SR DRS. Immer mehr Menschen hören Radio im Internet (Radio on demand) oder laden sich Podcasts herunter. Insgesamt 74 Podcasts von Musik- und Informationssendungen bietet SR DRS auf seiner Homepage www.drs.ch zum Gratis-Download an. Damit entspricht SR DRS offensichtlich einem Bedürfnis: Das Publikum möchte vermehrt frei wählen können, wann und wo es seine Lieblingssendungen konsumiert. Im vergangenen Jahr wurden 24 Millionen Podcasts heruntergeladen – das waren täglich 66‘000 und damit 130 Prozent mehr als im Vorjahr. Der erfolgreichste Radio-Podcast war die Sendung «Echo der Zeit», der im Schnitt täglich rund 9‘600 Mal herunter geladen wurde.
Diese Entwicklung hat auch eine Kehrseite: Gerade jüngere Generationen machen zwar immer öfter Gebrauch von Audio-on-demand-Angeboten und Podcasts, nützen aber entsprechend weniger den klassischen Radiovektor. Die Abteilung Information möchte dieser Entwicklung Rechnung tragen, unter anderem mit angepassten Sendeterminen bei den Vorabend-Nachrichtensendungen und mit besseren Audio-Angeboten im Internet. Im Fokus steht insbesondere das «Echo der Zeit».
DRS Musikwelle auf Erfolgskurs
Sehr erfreulich entwickelte sich 2009 die volkstümliche DRS Musikwelle: Sie gewinnt, trotz der Abschaltung des Mittelwellensenders Beromünster Ende 2008, laufend an Publikum und konnte sowohl an Marktanteil als auch an Reichweite zulegen. Mittlerweile schalten über 300‘000 Personen täglich DRS Musikwelle ein. Das entspricht einem Marktanteil von 4,1 Prozent. Fast die Hälfte des DRS Musikwelle-Publikums, 41 Prozent, hört das Programm auf Digitalradio (DAB/DAB+). Einen grossen Zuwachs stellte SR DRS beim volkstümlich-traditionellen Publikum sowie bei älteren Personen fest.
DRS 4 News als Nachrichten-Programm etabliert
Mit über 300‘000 Hörerinnen und Hörern hat auch DRS 4 News sein Stammpublikum gefunden. Das 24-Stunden-Nachrichtenprogramm zeichnet sich nicht nur durch hohe Informationskompetenz aus, sondern auch durch Live-Berichterstattungen. So übertrug DRS 4 News Parlamentsdebatten, die Wahlen in Deutschland und zahlreiche Pressekonferenzen in der Schweiz. Ausserdem war DRS 4 News beim WEF und am Filmfestival Locarno live vor Ort. Mit diversen Übertragungen von Eishockey- und Fussballspielen – live und in voller Länge – pflegt DRS 4 News eine genuine Radioform, die sich grosser Beliebtheit erfreut.
Umzug nach Zürich und «Radio of the Year 2009»
DRS Virus, das jüngste Programm von SR DRS, zügelte 2009 von Basel nach Zürich und vollzog seinen bisher bedeutendsten Programm-Relaunch. Seit September bietet DRS Virus seinem Publikum ausschliesslich neuste Musik abseits des Mainstreams an und setzt auf noch mehr Interaktivität im Internet. DRS Virus zeigt seine Verbundenheit mit der Schweizer Musikszene und bietet seinem Publikum täglich neue Entdeckungen aus dem Schweizer Musikschaffen. Das Moderationsteam wird tatkräftig unterstützt von Moderatoren aus der Musikszene wie Seven, den Delilahs oder Knackeboul. Das Publikum belohnte DRS Virus mit einer Zunahme von Reichweite und Marktanteilen, gekrönt von der Auszeichnung «Radio of the Year 2009».
Digitalradio: Zunehmender Höreranteil
Erfolge vermelden auch die Importeure und Händler von Digitalradios. Bis Ende 2009 wurden rund 450‘000 Geräte verkauft, und die Nachfrage ist ungebrochen hoch. Dies wirkt sich auf den Radiokonsum aus: Rund 41 Prozent des DRS Musikwelle-Publikums hören ihr Programm auf DAB/DAB+. Bei Radio Swiss Jazz, Radio Swiss Classic und Radio Swiss Pop beträgt der Digitalradio-Anteil rund ein Drittel der Hörerinnen und Hörer. Die Abdeckung mit DAB/DAB+ beträgt im Freien rund 99 Prozent. Seit Herbst 2009 senden in den Agglomerationen Zürich, Basel und Bern zusätzlich rund zehn Privatradios auf DAB+. Digitalradio bietet kabellosen, ortsunabhängigen Empfang mit höchster Audioqualität und ohne Frequenzwechsel.
«Mit DRS 1 i d’Zuekunft» und «DRS 2 Kulturcafé»
DRS 1 blickt 2010 mit seiner Hörerschaft in die Zukunft. Von Februar bis November sendet DRS 1 einmal pro Monat unter dem Motto «Mit DRS 1 i d’Zuekunft» live aus kleinen und grossen Schweizer Ortschaften. Jeder Tag ist einem bestimmten Thema gewidmet, Trends und Megatrends werden aufgezeigt und erklärt. Hörer können das Geschehen live vor Ort mitverfolgen, den Radiomachern über die Schultern schauen oder sich online am Thementag beteiligen. Ein grosses Internet-Dossier mit vielen Hintergrundinformationen, Bildergalerien oder Hörer-Inputs ergänzt die Sendungen. Mit einem Kulturcafé in der Kulturstadt Basel setzt DRS 2 einen Programmschwerpunkt im September und Oktober. Mit Livesendungen, Lesungen, Musik und darstellender Kunst wird das Kulturcafé für zwei Monate zu einem kulturellen Schmelztiegel.
Am 30. August 2010 starten Schweizer Radio DRS und das Schweizer Fernsehen ein neues trimediales Kinderprogramm für Radio, Fernsehen und Internet. Somit kommt das jüngste Publikum als erstes in den Genuss eines neuen multimedialen Angebotes, welches im Rahmen der Medienkonvergenz lanciert wird.
Auskunft erteilt:
Andreas Notter, Leiter Kommunikation SR DRS, 044 366 12 48 oder kommunikation@srdrs.ch
